Melanie Greußing

zBreagaz Kuenstler Melanie Greußing

* 1987 in Au, lebt und arbeitet in Linz
Seit 2005 Kunstpädagogikstudium an der Kunstuniversität Linz. 2008 – 2011 Bachelor- und Masterstudium Textil/Kunst & Design an der Kunstuniversität Linz, 2011 Masterabschluss Textil/Kunst & Design, seit 2012 Masterstudium Medienkultur- und Kunsttheorien.

Ausstellungen (Auswahl): GalériaSvú/Bratislava, assembly/Graz, Kunstraum Niederösterreich/Wien, Nordico/Linz, Pannonia-Haus/Breitenbrunn, Posthof/Linz, VIENNAFAIR/Wien, Indigo/Paris, Kunst im Bad Galerie/Linz, Modezone im Lentos/Linz, Spes/Schlierbach, Galerie der Kunstuniversität Linz, Kreismuseum Zons, Handwerksmuseum Deggendorf, Papiermachermuseum Steyrermühl.

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Uns wird ständig, besonders von der Werbung, ein prekäres Bild der Frau suggeriert. Die Frau ist demzufolge attraktiv, jung, lasziv, naiv und dem Mann völlig ergeben. Sie wird in pornografischen Posen abgebildet, wird zu einem Stück Fleisch. Ambivalent dazu wird ein Bild der perfekten Hausfrau gezeichnet. Mann sehnt sich wieder nach Hausfrauen, die liebevoll ihren Gatten umsorgen, die Kinder erziehen und dabei schön säuberlich die weiße Wäsche falten. Meine Arbeit greift diese Ambivalenz kritisch auf. Dazu habe ich fünf Printwerbungen von bekannten Labels auf weiße Geschirrtücher gestickt.

von weiter weg
Die Umgebung, in der ein Mensch aufwächst, prägt jenen. Diese gibt vor, wie Mann und Frau sich bewegen, sehen, atmen, hören. Dadurch wird wesentlich mitbestimmt, zu wem wir werden. Diese Welt hat sich in uns manifestiert. Das zu erkennen und die Bedeutung für die eigene Person zu fühlen, ist oft aus der Entfernung leichter. Der Abstand ermöglicht, Zusammenhänge neu zu sehen und anders darüber zu reflektieren. Die fünf Bilder sind so gesehen wie ein Selbstportrait. Durch die Distanz sind Aufnahmen von der Kanisfluh, jenem Berg, vor dem ich aufgewachsen bin und der sich in mir manifestiert hat, zu erkennen.