Lucia Schneider

zBreagaz Kuenstler Lucia Schneider

* 1981 in Egg, wohnhaft in Schwaz/Tirol

Seit März 2012 Studium Kunstgeschichte, Universität Innsbruck. 2005 – 2012 Design Manager bei Swarovski, Wattens, 2008 Bachelor of Arts (Mode), Kunstuniversität Linz, 2005 Diplom Modedesign, Modeschule Wien. Präsentationen bei verschiedenen „Fashion Shows“ in Wien, Vorarlberg und bei „Handwerk und Form“ in Andelsbuch.

Das Experiment mit dem Material Wolle, führte zur Grundidee

Als Ausgangspunkt wählte ich das traditionelle Handwerk „Stricken“, dass mir die Möglichkeit bot, selbstständig eine individuelle Oberflächenstruktur zu kreieren. Dabei war es mir wichtig mich sowohl von der klassischen Arbeitsweise zu lösen, als auch das technische Hilfsmittel, die Handstrickmaschine in unkonventioneller Weise zu verwenden. Entstanden ist ein 1,40 Meter langes Strickteil mit jeweils einer 5 cm breiten „Riegelleiste“ (Riegel bezeichnet die Strickart) an den beiden Rändern. Die Leisten sind durch parallel verlaufende Fäden verbunden. Der obere Riegel ist durch eine Smoktechnik zusammengerafft und bildet den Kragen. Im Saum wird ein Reifen in den Tunnel des Riegels eingezogen. Die im unteren Teil weit gespreizten Wollfäden laufen nach oben zusammen und verleihen dem Objekt eine Kegelform. Das Objekt schließt einen Raum ein, ist aber offen und durchlässig gegenüber dem Umraum und tritt mit ihm in Interaktion. Bedeutend ist dabei seine Transparenz, damit das Licht von Außen, das heißt auch Einflüsse von der Umwelt, eindringen können, aber auch von innen wieder abgelassen werden können. Die Reflektion passiert hier einerseits durch den Menschen selbst, indem er zum Schauobjekt wird  und andererseits visualisieren bunte „Stickereien“ am Körper diesen Aspekt. Auch Coco Chanel bezeichnet im folgenden Zitat die äußeren Einflüsse im Kontext zur Mode: „Fashion is not only something that exists in dresses only. Fashion is in the sky, in the street, fashion has to do with ideas, the way we live, what is happening”
(Dziewiela, Ewelina: Long Story short: fashion evolution. In: Androgynmagazine, 2007, Nr. 02, S. 150.)