Herbert Schedler

zBreagaz Kuenstler Herbert Schedler

* 1936 in Andelsbuch, lebt und arbeitet in Dornbirn

Restaurator, Stukkateur, Bildhauer. Dreijährige Stukkateurlehre in Dornbirn. 1959 Meisterprüfung. 1958 – 1960 Ausbildung zum Bildhauer an der Bundesfachschule Hallein. Anschließend zweijährige Tätigkeit als Stuckrestaurator an der Residenz München. Seit 1960 freischaffend. 1995 Wettbewerb der Evangelischen Kirchengemeinde St. Margrethen (Gemeinschaftsgrab und Platzgestaltung, 1. Preis).

Entwurf und Ausführung zahlreicher moderner Stuckarbeiten und Fassadengestaltungen im In- und Ausland. 1976 eigentlicher Beginn der bildhauerischen Tätigkeit. Auseinandersetzung mit dem Einklang von Raum, Form und Materialität. Es geht um die Balance von formaler Perfektion, von raumbildenden/raumgreifenden Komponenten und der dynamischen Spannung zwischen Kraft, Sinnlichkeit, Monumentalität und Schönheit.

Meine Arbeiten sind einfach zu verstehen. Sie entwickeln sich aus meinen Obsessionen: Die Obsession der Spannung – Tage, Wochen, Monate verbringe ich damit, leere Objekte aus ihrer Trägheit zu reißen. Der Plastiker als Bergarbeiter, Chirurg, Liebhaber, Komponist. Die Obsession der Form – für eine Form, die Inhalte trägt und verbirgt, angreifbar und begreifbar, offen für das Spiel wechselnder Perspektiven, Interpretationen und Fragen. Die Obsession der Oberfläche – die kaputte Haut und die harte Logik von Feile und Schleifstein; ein romantisches Anrennen gegen die Verletzungen und Verwerfungen des Alltags, der Natur, der Zeit. Die Obsession des Raumes – der gestaltet, eröffnet, erträumt, erobert, umarmt und bewältigt sein will. Und zuletzt: die Obsession der Perfektion – diese mitleidslose Instanz der Kritik und Korrektur und Kritik und Korrektur … (Herbert Schedler)

© Fotos: Adolf Bereuter