Hanno Metzler

zBreagaz Kuenstler Hanno Metzler

* 1959 in Andelsbuch, lebt und arbeitet in Lingenau
Bildhauer, Autodidakt, seit 1978 Beschäftigung mit Kunst, Lehrer.

Ausstellungen (Auswahl): Galerie Sigma/Bregenz, Palais Liechtenstein/Feldkirch, art bodensee 10, Galerie Altes Rathaus/Stockerau, Galerie allerArt/Bludenz, Galerie Weißer Hirsch/Dresden, Bahnhof Andelsbuch, Denkmal für die Opfer der NS-Euthanasie/Andelsbuch, Rheticus-Denkmal/Feldkirch, 9 Bäume/Langenegg.
www.hannometzler.at

„Dem Stein begegne ich mit Achtung, vor dem Bearbeiten betrachte ich ihn, berühre ihn, beschreibt Hanno Metzler sein Herantasten an das Material, bevor er eingreift. Unter Getöse – dem der Ach an wilden Regen- und Gewittertagen gleich – entsteht das Kunstwerk: Hanno Metzler schneidet den Stein, meißelt und hämmert, zieht mit dem Winkelschleifer Linien, schleift und poliert ihn. Ein Drittel nur an dem ‚fertigen‘ Stein zu sehen, was der Künstler alles in den Brocken sich hineindenkt und in ihm und an ihm umsetzt. Das andere Drittel kann nur erfassen, wer die Arbeiten tatsächlich angreift. Sie sollen hier zulangen, anfassen, mit Ihren Händen das Kühl des Steins erspüren! Vielleicht erzählt Ihnen der Stein bei der Berührung eine Geschichte. Das dritte Drittel sind Gedanken und Gefühle, die im Künstler beim Arbeiten hervorbrechen, angemeißelt und abgeschliffen werden, jene Gefühle, die durch die Beschäftigung mit dem Werk in dasselbe hineingewoben werden. Das spröde Material mag fest und starr nach außen wirken, für die Auseinandersetzung mit dem Eigenen wird die kalte Außenwand des Steins für den Künstler selbst porös und durchlässig. Seine Gedanken, Angst, Lust sickern durch die intensive Arbeit in das Herz des Steins hinein. Hanno Metzlers Steine erzählen Geschichten, ja, sie wirken beinahe so, als hätten sie ein Innenleben, einen pulsierenden roten Kern, der sich nach außen hin verzweigt und schließlich an der Oberfläche zum kalten Granit erstarrt.“
(Mag. Dr. Birgit M. Feierl-Giedenbacher)