Edgar Höscheler

zBreagaz Kuenstler Edgar Höscheler

* 1961 in Bregenz, lebt und arbeitet in Doren
1980 – 1982 Tiefbaukolleg Graz, 1982 – 1985 Kulturtechnik und Wasserwirt-schaft Wien, 1987/88 Reise nach China, Tibet, Nepal und Pakistan. 1989 – 1995 diverse Mitarbeiten in Architekturbüros und 1990 – 1993 Volksschullehrerausbildung Feldkirch, seit 1996 selbständig als Bauplaner in Doren.

Ausstellungen (Auswahl): Handwerk und Form, Wettbewerb Klangliege, Andelsbuch (2003), Ziegelskulpturen an der Landesstraße in Doren (2004), Holzbilder Volksschule Doren (2006), Handwerk und Form, Wettbewerb, Holzbrille, Andelsbuch (2006), Holzbilder, Drehpunkt/Bregenz (2006), 9 Bäume, Totenkleid, Langenegg (2007), Naturbilder, Hotel Chesa Valisa/Kleinwalsertal (2007), Bildgeschichte an einer Hauswand mit der Volksschule Doren (2010), Skulpturenprojekt mit der Katholischen Frauenbewegung Doren (2012).

Selten beginnt Kunst mit einem weißen Blatt Papier. Bei Edgar Höscheler steht am Beginn des Arbeitsprozesses oft Vorgefundenes, Ausgedientes, Alltägliches: Dachziegel, alte Holz-schindeln, Schneestecken und Holzrechen, die abgelöste Rinde einer mächtigen Pappel, Lianen, Moos, Rhabarberblätter oder ein hinausgeworfener Christbaum. Mit feinem Gespür für die wahre Natur des Materials, mit handwerklichem Geschick und nicht zuletzt mit unbändiger Spiel-Lust wird hier (scheinbar) Wertlosem neue Wertigkeit verliehen: zur Form gebracht, als Bild im Raum, als Raum in der Landschaft, sich dem Betrachter öffnend. Ein unvertrauter Blick auf Vertrautes, dabei findet eine Art „reframing“ statt, oft temporär, sich verändernd, sich wieder auflösend. Dem zyklischen Denken verpflichtet und der Ästhetik des Schlichten, rücken Edgar Höschelers Arbeiten unwillkürlich in die Nähe dessen, was man in Japan als „wabi-sabi“ bezeichnet. (Margot Meraner)